Biesterfeld goes Strasbourg!

Ende November waren wir Azubis zu viert mit unserer und einer Parallelklasse der Berufsschule am Lämmermarkt auf Klassenfahrt in Straßburg.

Die französische Stadt wurde ausgewählt weil sie schön ist, weil sie nicht mehr in Deutschland liegt, und vor allem, weil sich dort der Sitz des Europäischen Parlaments befindet. Wir waren nun also zu den Parlamentswochen da und hatten sogar das Glück, mit einem Hamburger Abgeordneten und einem Mitarbeiter des Parlaments selbst zu sprechen, aber davon später mehr.

Es waren am Montagmorgen also alle top motiviert und ausgeschlafen um 7:30 Uhr an der Schule, bereit für knapp 10 Stunden Busfahrt mit etwa 55 Leuten – wer würde sich darauf nicht freuen? Während der Fahrt wurde geschlafen, gegessen, geschnackt, noch mehr geschlafen, über Rückenschmerzen geklagt und, ach ja genau, geschlafen. Abends in unserer Jugendherberge in Kehl  angekommen (noch immer in Deutschland, die Enttäuschung war erst einmal groß), wurden schnell die Zimmer bezogen, das überaus köstliche Abendessen in guter Gesellschaft genossen und ein Trip in die Kehler Innenstadt unternommen. Mehrere internetfähige Handys, ein paar geborene Gruppenleiter und etwas Geduld später hatte man den Weg in die Stadt sowie zur Tram Station gefunden, den Edeka zur Anlaufstelle erklärt und den restlichen Abend bei ein bisschen Bier und Wein ausklingen lassen. Und alle waren sich einig: Ein schöner gemeinschaftlicher Abschluss für einen eher zähen Tag! Die kommenden 3 Tage hatten wir dann so viel Aktionen geplant, dass die von der Busfahrt eingerosteten Gelenke die Möglichkeit hatten, sich wieder zu regenerieren. So startete der Dienstag mit einer Stadtführung in Straßburg durch eine dort lebende Deutsch-Französin. Sie zeigte uns die wunderschöne Innenstadt, den Münster (wirklich großartig!), die Weihnachtsmärkte (Straßburg wird übrigens auch „La capital de Noël“ genannt – die Hauptstadt von Weihnachten) und die verschiedenen kleinen Stadtviertel. Die Führung endete kurz hinter den Galeries Lafayettes auf dem Kleberplatz, wo auch die riesig große Weihnachtstanne aufgestellt und prächtig geschmückt war.

Münster
Straßburg

Anschließend machten sich alle auf den Weg und versuchten, den leckersten Flammkuchen Elsässer Art zu finden und eine schöne Mittagspause zu machen, also den Akku aufzuladen, bevor es dann zu Fuß weiter zum EU-Parlament ging.

Dort angekommen hatten wir ein bisschen Zeit mit dem Abgeordneten der Grünen, Sergey Lagodinsky, welcher uns von seiner Arbeit, der Arbeit im Parlament und den vielen Sitzungen und Abstimmungen erzählte. Außerdem hatte uns ein Parlamentsmitarbeiter einiges über die Aufgaben- und Zeitaufteilung zwischen der Europäischen Kommission in Brüssel und dem Parlament in Straßburg erklärt. Zuletzt durften wir als Zuschauer im großen Plenarsaal auf die Tribüne und einigen Abgeordneten bei ihren Reden zuhören.

Europäisches Parlament

Am Mittwoch ging es in eine französische Berufsschule, wo wir die Möglichkeit hatten uns auszutauschen, etwas mit den Sprachen Deutsch, Englisch und Französisch herum zu spielen, und mehr über das Ausbildungssystem in Frankreich zu lernen. Uns allen ist dabei die große Gastfreundschaft der Franzosen positiv aufgefallen und wir hatten eine wirklich schöne Zeit dort. Später ging es dann zur Firma Würth FR und wir haben eine Führung durch den Logistikbereich des Unternehmens erhalten. Diese war sehr aufschlussreich und wirklich spannend, vor allem weil man als Außenhändler selten „vor Ort“ in den Logistikzentren dieser Welt ist. Donnerstag hatten wir dann vormittags einen Trip zu einem Maître Chocolatier, der uns einiges über die Herstellung von hochwertiger Schokolade erzählte und auch vorführte und nachmittags ging es als letzte Aktivität nach Colmar. Das Zentrum der französischen Stadt ähnelt Straßburg sehr, aber leider hatten wir das Pech, dass es durchgehend geregnet hat. Wir haben uns die Zeit dort in einem kleinen, schönen französischen Restaurant vertrieben, wieder ein paar Flammkuchenvariationen getestet, und waren zum Aufwärmen bei etwas Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt. Es gibt in Colmar einen Stadtteil – La Petite Venise – der Venedig insofern ähnelt, als dass überall kleine Flüsse und Bäche umringt von wunderschönen, bunten Fachwerkhäusern zu finden sind. Es ist wirklich empfehlenswert, sich das mal anzuschauen! 

Colmar
Colmar

Der letzte Abend wurde wieder mit allen zusammen bei einigen Spielen genossen und am Freitag stand dann die lange Busfahrt nach Hause an, womit eine wirklich schöne und empfehlenswerte Klassenfahrt zu Ende ging.

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Autor: Sarah Meister

Ausbildung: Kauffrau im Groß- und Außenhandel Start der Ausbildung: 01.08.2018

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