There are no strangers here, only friends you haven’t yet met

Dieser Satz war einer der ersten, den man am Flughafen Dublin zu lesen bekam. Und dies kann ich nach meiner Zeit dort nur bestätigen.

Aber erstmal von Anfang an: Während des dualen Studiums an der Nordakademie bekommt man die Möglichkeit das 5. Semester im Ausland zu verbringen. Schon vor Studienbeginn war für mich klar: Ich mach das! Ende 2019 habe ich mich dann konkret mit dem Thema auseinander gesetzt und überlegt, welches Land ich gerne näher kennenlernen würde und welche Uni mich auch akademisch nach vorne bringt. Die Wahl fiel auf das Griffith College Dublin. Ein schönes kleines College im Herzen Dublins.

Zum Glück habe ich mich von Anfang an für ein europäisches Land entschieden, da die globale Covid-19 Pandemie Reisen außerhalb Europas nahe zu unmöglich machte. Auch ich habe lange überlegt, wie „normal“ mein Auslandssemester werden kann. Und es stellte sich heraus, dass es alles andere als durchschnittlich werden würde.

Ende September bin ich dann mit Kommilitonen nach Dublin geflogen und wir haben unser gemeinsames Apartment auf dem Campus bezogen. Bevor es mit den Vorlesungen los ging hatten wir noch 1 Woche Zeit die Stadt und das Land zu erkunden.

Auch wenn Corona uns teilweise stark eingeschränkt hat und wir auch 6 Wochen lang harten Lockdown hatten, haben wir das Beste draus gemacht und unvergessliche Erfahrungen gesammelt.

Ich kann jedem, der die Möglichkeit für ein Auslandssemester hat, nur empfehlen dies zu machen! Wir hatten das Glück durch die Vorlesungen und das Wohnheim viele internationale Freunde zu finden mit denen wir immer noch Kontakt haben.

Wie wir am liebsten unsere Mittagspause verbringen

Es war einmal vor langer Zeit… Das wäre wahrscheinlich der treffendste Anfang für diesen Artikel, im Hinblick auf die anhaltende Pandemie, wenn es darum geht, wie wir Auszubildenden bei Biesterfeld unsere Mittagspause verbringen. Vor der Pandemie war es nämlich gang und gäbe, dass wir uns jeden Tag um 12 Uhr im Foyer unseres Hauptsitzes in der Ferdinandstraße getroffen haben, um gemeinsam die Kantine zu besuchen. Leider ist diese seit Beginn der Pandemie für uns geschlossen. Dementsprechend haben wahrscheinlich viele von uns mittlerweile vergessen, wie es im Inneren der Kantine aussieht oder aber haben (wenn es um unsere neuen Azubis geht) die Kantine das letzte Mal bei ihrem Auswahltag, vielleicht sogar noch gar nicht besucht.

Die Pandemie zwang also nicht nur weite Teile unserer Gesellschaft zum Umdenken, sondern auch uns Azubis, besonders wenn es darum geht, wie wir unsere knurrenden Mägen in der Mittagspause zufriedenstellen.

Zum Glück befinden sich auf Grund unserer günstigen Firmenlage in der Innenstadt diverse Ausweichmöglichkeiten in der näheren Umgebung unseres Büros und so ist es zum Beispiel leicht, sich in der Innenstadt etwas zu Essen zu kaufen. Kombiniert mit einem kleinen Alsterspaziergang um die Binnenalster taugt dies dann auch zu einer ordentlichen Mittagspause.

J. Henning

Wechsel zwischen Schule/Uni und Betrieb: Warum macht gerade das so viel Spaß?

Abwechselung ist ein wichtiges Thema für Menschen in der heutigen Zeit. Man spricht auch oft in diesem Zusammenhang von einer „Work-Life-Balance“. Bei Biesterfeld finden wir Azubis nicht nur Abwechslung in unserem Arbeitsalltag, sondern auch in unserem Wochenrhythmus. In jeder Woche gehen wir zwei Mal zur Berufsschule (aktuell ist wegen „Corona“ natürlich Online-Unterricht). Die Berufsschule kann man sich wie eine normale Schule vorstellen, wo man berufsrelevante Fächer belegt anstatt klassisch Mathe, Deutsch oder Englisch zu lernen.
Die Berufsschule beginnt kurz vor acht und endet schon um 13 Uhr. In den Pausen tausche ich mich besonders gerne mit meinen Klassenkameraden aus, da wir alle unterschiedliche Erfahrungen in unseren Betrieben machen. Schnell habe ich in der Berufsschule Freunde gefunden, sodass ich mich jedes Mal freue, wieder in die Berufsschule zu geben. Es ist ein ähnliches Gefühl wie in der Schule, da wir alle ungefähr im gleichen Alter sind. Nach der Berufsschule haben wir Auszubildende von Biesterfeld frei. Die Biesterfeld AG schenkt uns einen halben Tag Arbeit, damit wir am nächsten Tag wieder motiviert zur Arbeit gehen. In den meisten Unternehmen müssen die Auszubildenen nachdem die Schule beendet wurde, nochmal in das Unternehmen und dort für mehrere Stunden arbeiten. Ich kann diese Zeit nutzen um meinen Hobbies nachzugehen und somit meine persönliche „Work-Life-Balance“ zu erreichen.

Am nächsten Tag gehe ich wieder in den Betrieb. Hier kann ich mein theoretisch erworbenes Wissen aus der Berufsschule in der Praxis anwenden. Damals auf dem Gymnasium habe ich mich oft gefragt, wozu ich das Gelernte jemals brauchen werde. In meiner Ausbildung habe ich das Problem nicht, da wir für das Wissen aus der Berufsschule im Betrieb eine praxisbezogene Anwendung haben. Manchmal dauerte es jedoch ein wenig bis man in der richtigen Abteilung angekommen ist, um das Wissen aus der Berufsschule anzuwenden. Abschließend kann ich sagen, dass ich sehr vom Wechsel zwischen Betrieb und Berufsschule profitiere.

Richard v. Waldow

Bye Bye 2020 und Hallo 2021

Wie fängt man am besten an, ein so turbulentes Jahr zu beschreiben…

Keiner von uns hätte gedacht, dass wir uns nicht mehr in Bars und Cafés treffen und nicht mehr unsere Lieblingssportart im Verein oder im Sportstudio ausleben dürfen und es hätte auch keiner gedacht, dass es einmal ´normal´ wird, eine Maske zu tragen. Und doch hat man sich mit der Situation arrangiert und neue Wege finden können, sich sportlich zu betätigen oder sich mit Freunden über FaceTime etc. auszutauschen.

Wir freuen uns hoffentlich im Jahr 2021 die Barkassenfahrt mit den neuen Azubis, die Cyclassics oder den Mopo Staffellauf wieder in Angriff nehmen zu können.

Auch dieses Jahr durften wir wieder 6 neue Azubis in unseren Reihen begrüßen und freuen uns auf tolle Momente und spannende Aufgaben!

Nach einem so spannenden Jahr 2020 freuen wir uns auf ein hoffentlich ereignisreiches Jahr 2021!

Biesterfeld goes Strasbourg!

Ende November waren wir Azubis zu viert mit unserer und einer Parallelklasse der Berufsschule am Lämmermarkt auf Klassenfahrt in Straßburg.

Die französische Stadt wurde ausgewählt weil sie schön ist, weil sie nicht mehr in Deutschland liegt, und vor allem, weil sich dort der Sitz des Europäischen Parlaments befindet. Wir waren nun also zu den Parlamentswochen da und hatten sogar das Glück, mit einem Hamburger Abgeordneten und einem Mitarbeiter des Parlaments selbst zu sprechen, aber davon später mehr.

Es waren am Montagmorgen also alle top motiviert und ausgeschlafen um 7:30 Uhr an der Schule, bereit für knapp 10 Stunden Busfahrt mit etwa 55 Leuten – wer würde sich darauf nicht freuen? Während der Fahrt wurde geschlafen, gegessen, geschnackt, noch mehr geschlafen, über Rückenschmerzen geklagt und, ach ja genau, geschlafen. Abends in unserer Jugendherberge in Kehl  angekommen (noch immer in Deutschland, die Enttäuschung war erst einmal groß), wurden schnell die Zimmer bezogen, das überaus köstliche Abendessen in guter Gesellschaft genossen und ein Trip in die Kehler Innenstadt unternommen. Mehrere internetfähige Handys, ein paar geborene Gruppenleiter und etwas Geduld später hatte man den Weg in die Stadt sowie zur Tram Station gefunden, den Edeka zur Anlaufstelle erklärt und den restlichen Abend bei ein bisschen Bier und Wein ausklingen lassen. Und alle waren sich einig: Ein schöner gemeinschaftlicher Abschluss für einen eher zähen Tag! Die kommenden 3 Tage hatten wir dann so viel Aktionen geplant, dass die von der Busfahrt eingerosteten Gelenke die Möglichkeit hatten, sich wieder zu regenerieren. So startete der Dienstag mit einer Stadtführung in Straßburg durch eine dort lebende Deutsch-Französin. Sie zeigte uns die wunderschöne Innenstadt, den Münster (wirklich großartig!), die Weihnachtsmärkte (Straßburg wird übrigens auch „La capital de Noël“ genannt – die Hauptstadt von Weihnachten) und die verschiedenen kleinen Stadtviertel. Die Führung endete kurz hinter den Galeries Lafayettes auf dem Kleberplatz, wo auch die riesig große Weihnachtstanne aufgestellt und prächtig geschmückt war.

Münster
Straßburg

Anschließend machten sich alle auf den Weg und versuchten, den leckersten Flammkuchen Elsässer Art zu finden und eine schöne Mittagspause zu machen, also den Akku aufzuladen, bevor es dann zu Fuß weiter zum EU-Parlament ging.

Dort angekommen hatten wir ein bisschen Zeit mit dem Abgeordneten der Grünen, Sergey Lagodinsky, welcher uns von seiner Arbeit, der Arbeit im Parlament und den vielen Sitzungen und Abstimmungen erzählte. Außerdem hatte uns ein Parlamentsmitarbeiter einiges über die Aufgaben- und Zeitaufteilung zwischen der Europäischen Kommission in Brüssel und dem Parlament in Straßburg erklärt. Zuletzt durften wir als Zuschauer im großen Plenarsaal auf die Tribüne und einigen Abgeordneten bei ihren Reden zuhören.

Europäisches Parlament

Am Mittwoch ging es in eine französische Berufsschule, wo wir die Möglichkeit hatten uns auszutauschen, etwas mit den Sprachen Deutsch, Englisch und Französisch herum zu spielen, und mehr über das Ausbildungssystem in Frankreich zu lernen. Uns allen ist dabei die große Gastfreundschaft der Franzosen positiv aufgefallen und wir hatten eine wirklich schöne Zeit dort. Später ging es dann zur Firma Würth FR und wir haben eine Führung durch den Logistikbereich des Unternehmens erhalten. Diese war sehr aufschlussreich und wirklich spannend, vor allem weil man als Außenhändler selten „vor Ort“ in den Logistikzentren dieser Welt ist. Donnerstag hatten wir dann vormittags einen Trip zu einem Maître Chocolatier, der uns einiges über die Herstellung von hochwertiger Schokolade erzählte und auch vorführte und nachmittags ging es als letzte Aktivität nach Colmar. Das Zentrum der französischen Stadt ähnelt Straßburg sehr, aber leider hatten wir das Pech, dass es durchgehend geregnet hat. Wir haben uns die Zeit dort in einem kleinen, schönen französischen Restaurant vertrieben, wieder ein paar Flammkuchenvariationen getestet, und waren zum Aufwärmen bei etwas Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt. Es gibt in Colmar einen Stadtteil – La Petite Venise – der Venedig insofern ähnelt, als dass überall kleine Flüsse und Bäche umringt von wunderschönen, bunten Fachwerkhäusern zu finden sind. Es ist wirklich empfehlenswert, sich das mal anzuschauen! 

Colmar
Colmar

Der letzte Abend wurde wieder mit allen zusammen bei einigen Spielen genossen und am Freitag stand dann die lange Busfahrt nach Hause an, womit eine wirklich schöne und empfehlenswerte Klassenfahrt zu Ende ging.